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Sendungsverfolgung: wie Unternehmen von modernen Tracking-Lösungen profitieren

Datenschutzkonform mit SmartMaps


In der Logistik ist das Wissen über den Standort der Ware fast genauso wertvoll wie die Ware selbst. Längst hat sich die Erwartungshaltung vom B2C E-Commerce wie "Wann kommt mein Paket?" auf komplexe B2B-Lieferketten übertragen. Wir zeigen, wie professionelles Tracking und Sendungsverfolgung funktionieren und welche Rolle die Wahl der Maps-Software dabei spielt.

Was versteht man unter Sendungsverfolgung?

Unter Sendungsverfolgung oder Tracking versteht man ein integriertes System zur Überwachung von Gütern entlang der gesamten Lieferkette. Dabei werden zwei Konzepte unterschieden, die oft Hand in Hand gehen:

  • Real-Time Tracking (Echtzeit-Verfolgung) beantwortet die Frage: "Wo ist meine Sendung genau jetzt?". Es dient der operativen Steuerung. Disponenten können eingreifen, wenn beispielsweise ein LKW im Stau steht, und Kunden können sich darauf einstellen, wann die Ware an der Rampe eintrifft.
  • Tracing (Rückverfolgung) gibt Auskunft zur Frage: "Welchen Weg hat die Sendung genommen?". Hier geht es um die Dokumentation der Historie. Das ist wichtig für die Qualitätssicherung (z. B. Nachweis der Kühlkette) oder um bei Verlusten nachzuvollziehen, an welchem Knotenpunkt der Fehler passierte.

Moderne Systeme kombinieren heute oft die Positionsbestimmung mit einer Zustandsüberwachung (Condition Monitoring). Es wird also nicht nur überwacht, wo sich die Ware befindet, sondern auch, ob sie Erschütterungen, Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen ausgesetzt war.

Die Technik dahinter: Wie funktioniert eine moderne Sendungsverfolgung?

Ein Tracking-System besteht immer aus vier Stufen:

Stufe 1: Datenerfassung

Am Anfang steht das physische Objekt. Je nach Wert der Ware kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz:

  • Apps & Telematik: Bei LKW-Flotten sendet der Bordcomputer oder eine App auf dem Smartphone des Fahrers die GPS-Daten.
  • IoT-Tracker: Für hochwertige Güter wie Maschinen oder Container, die unabhängig vom Fahrzeug überwacht werden sollen, werden autonome IoT-Datenlogger eingesetzt. Die Sensoren reisen direkt an der Ware mit und erfassen neben dem Ort auch kritische Ereignisse wie Stöße oder Temperaturveränderungen. Mehr Details finden Sie in dem Anwenderbericht -  Transportüberwachung mit dem Datenlogger L-Track der ASPION GmbH.  

Stufe 2: Übertragung

Die gesammelten Daten müssen vom LKW oder Container in das Internet gelangen. Während früher teure Satellitenverbindungen nötig waren, nutzen moderne Lösungen das Internet of Things (IoT). Mittels Technologien wie NB-IoT oder LTE-M können Tracker winzige Datenpakete über das Mobilfunknetz senden, ohne den Akku schnell zu entleeren. So können Geräte oft jahrelang ohne Batteriewechsel senden.

Stufe 3: Datenverarbeitung

Hier werden die Rohdaten veredelt. Ein GPS-Signal ist oft ungenau. Intelligente Algorithmen führen ein sogenanntes Map Matching durch: Die Software erkennt, dass sich der LKW trotz leichter Abweichungen der Signale auf der Autobahn bewegt und nicht auf dem Feld daneben. Dies ermöglicht korrekte Prognosen der Ankunftszeit (ETA). Mehr Informationen zu Map Matching finden Sie unter Routing API SmartMaps für Unternehmen.

Stufe 4: Visualisierung per Karte

Die Darstellung der Informationen auf einer Karte dient als Schnittstelle zum Menschen. Disponenten und Kunden schauen auf eine digitale Karte, um die Situation schnell zu erfassen. Eine gute Business-Karte muss Vektordaten schnell laden, zoombar sein und Zusatzinfos wie Verkehrslage oder LKW-Restriktionen wie zum Beispiel Brückenhöhen anzeigen können.

Interaktive SmartMaps Karte der Stadt Rastatt mit farblich markierten Hochwasserrisikogebieten entlang der Murg sowie Standortsymbolen für Cafés und Restaurants.

Tourenüberwachung in der ASPION Cloud IoT Plattform mit SmartMaps

Der kleine Unterschied: Sendungsverfolgung B2C vs. B2B

Bevor man sich für eine Technologie entscheidet, muss klar sein, wer am anderen Ende auf die Lieferung wartet, da die Anforderungen an eine Sendungsverfolgung zwischen Business-to-Consumer (B2C) und Business-to-Business (B2B) sich unterscheiden.

B2C: die emotionale "Last Mile"

Im Endkundengeschäft geht es primär um Komfort und Vorfreude. Der Kunde bestellt beispielweise Schuhe und möchte wissen: "Klingelt der Bote heute Vormittag oder erst morgen?"

  • Fokus: Zustellfenster, einfache Kommunikation, Retouren-Abwicklung.
  • Ziel: Reduktion von Ungewissheit  wie "Kommt es an?" und Service-Anfragen sowie Steigerung der Markenbindung durch ein positives Kauferlebnis.

B2B: Prozesssicherheit und Daten

Im Geschäftskundenbereich sind die Einsätze höher. Wenn ein Container mit Bauteilen fehlt, steht im schlimmsten Fall ein ganzes Fließband still. Hier ist Tracking kein nettes Extra, sondern zählt zur kritischen Infrastruktur.

  • Fokus: Verlässlichkeit "In Full, On Time", Integration in Produktionspläne “Just-in-Time” sowie exakte Dokumentation von Zuständen.

Komplexität: Oft geht es nicht um einzelne Pakete, sondern um Paletten, Container oder Gefahrgut, die über komplexe, mehrstufige Lieferketten bewegt werden. Die Tracking-Daten müssen hier oft direkt via API in das ERP-System des Empfängers fließen, um dort automatische Buchungen auszulösen. Lesen Sie hierzu unseren Anwenderbericht mit dem Unternehmen ASPION GmbH

Internationale Sendungsverfolgung

Lieferketten enden selten an der Landesgrenze und die internationale Sendungsverfolgung stellt Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Sobald eine Ware das Inland verlässt, wechseln oft die Zuständigkeiten, etwa durch die Übergabe an lokale Partner, was zu blinden Flecken im Tracking führen kann.

Auch die Technik muss für die Sendungsverfolgung im Ausland geeignet sein:

  • Roaming für die Hardware: IoT-Tracker müssen weltweit senden können, ohne hohe Roaming-Gebühren zu verursachen. Moderne Netze wie NB-IoT sind dafür optimiert, aber noch nicht in jedem Land flächendeckend verfügbar, weshalb intelligente Fallback-Lösungen (z. B. 2G/4G) nötig sind.
  • Globale Karten: Wenn der Tracker eine Koordinate aus Brasilien sendet, nützt das wenig, wenn die Kartensoftware dort nur weiße Flächen zeigt. Lösungen wie SmartMaps bieten weltweites Kartenmaterial in hoher Detailtiefe. So lässt sich exakt visualisieren, ob der Container noch im Hafen von Shanghai steht oder bereits auf dem Highway in den USA rollt. Das schafft Transparenz über Zeitzonen und Sprachbarrieren hinweg.

Warum Unternehmen profitieren: der Business Case

Die Einführung eines Tracking-Systems ist eine Investition, die sich auf mehreren Ebenen amortisiert. Neben niedrigeren Kosten ist vor allem die Kundenzufriedenheit ein zentrales Argument.

Effizienzsteigerung und Kostensenkung

Wer seine Flotte sieht, kann sie besser steuern. Leerfahrten werden vermieden, weil der Disponent sieht, welches leere Fahrzeug sich am nächsten zum neuen Auftrag befindet. Durch die Analyse historischer Daten per Tracing lassen sich zudem ineffiziente Routen identifizieren und optimieren, was direkt Treibstoff und Verschleiß reduziert.

Entlastung des Kundenservice

Einer der größten versteckten Kostenfaktoren in der Logistik sind die "Wo bleibt meine Ware?"- Anrufe oder Nachrichten. Dafür gibt es einen eigenen Begriff: WISMO. Er steht für die Frage: "Where Is My Order?". Wenn Unternehmen ihren Kunden einen Tracking-Link zur Verfügung stellen, können diese den Status selbstständig prüfen. Erfahrungswerte zeigen, dass sich die Anfragen im Support dadurch drastisch reduzieren lässt. Gleichzeitig steigt die Kundenzufriedenheit.

Rechtssicherheit und Versicherungen

Besonders bei Transportschäden kommt es oft zu Streitigkeiten. Wenn eine empfindliche Maschine defekt ankommt, weist der Spediteur oft die Schuld von sich. Lösungen mit Schocksensoren liefern hier unwiderlegbare Beweise: Man kann exakt auf der Karte sehen, an welcher Position und zu welcher Uhrzeit ein starker Stoß auf die Ware eingewirkt hat. Das vereinfacht Versicherungsfälle deutlich. Mehr erfahren Sie in dem Anwenderbericht der ASPION GmbH.

Interaktiver SmartMaps-Kartenausschnitt der Stadt Interlaken mit einem animierten Pfad einer Wanderroute, einem Diagramm, das die Höhenentwicklung entlang des Pfades zeigt, sowie einem Dialogfenster, das Informationen zu den Stationen der Route darstellt.

Verlässliche Alarm-Markierungen mit Zeitstempel und standortgenau in der ASPION Cloud Plattform visualisiert mit SmartMaps

Vorteile für den Kunden: Vertrauen und Planbarkeit

Für den Empfänger der Ware – sei es ein B2B-Kunde an der Laderampe oder ein Endverbraucher – bietet Tracking vor allem Planungssicherheit. Wenn ein Bauleiter weiß, dass der Betonmischer aufgrund eines Staus erst in 30 Minuten eintrifft, kann er seine Crew entsprechend anders einteilen. Ohne diese Info stünden teure Arbeitskräfte untätig herum.

Zudem schafft Transparenz Vertrauen. Ein Unternehmen, das proaktiv kommuniziert und eine neue Ankunftszeit von sich aus ankündigt , wirkt professioneller und zuverlässiger als eines, das den Kunden im Ungewissen lässt. Tracking wird so zu einem mächtigen Marketinginstrument für Kundenbegeisterung und Kundenbindung.

Die Wahl der Kartenplattform: warum SmartMaps?

Viele Unternehmen unterschätzen die Relevanz der Kartensoftware und greifen standardmäßig zu US-amerikanischen Lösungen. Im professionellen Umfeld kann das jedoch zu Problemen führen. Hier positionieren sich europäische Anbieter wie die YellowMap AG mit SmartMaps als spezialisierte Alternative für Unternehmen.

Datenschutz als Wettbewerbsvorteil

Beim Tracking werden Bewegungsdaten verarbeitet. US-Anbieter speichern diese Daten häufig auf Servern außerhalb der EU, was datenschutzrechtlich riskant ist und die Zustimmung des Betriebsrats erschweren kann.

SmartMaps hostet alle Daten in Deutschland und arbeitet nach dem Prinzip der Datensparsamkeit. Es fließen keine Nutzerdaten an Werbenetzwerke ab. Dies schafft Rechtssicherheit und ist oft ein entscheidendes Argument bei der Einführung von Mitarbeitenden-Tracking. 

Spezielle Logistik-Funktion

Business-Karten können mehr als nur Orte anzeigen. SmartMaps bietet spezielle APIs für die Logistik:

  • Matrix-Routing: Damit lassen sich komplexe Tourenpläne berechnen. Wenn ein Fahrzeug beispielsweise 50 Adressen anfahren muss, berechnet das System die mathematisch effizienteste Reihenfolge.

Kostentransparenz

Im Gegensatz zu Pay-per-View-Modellen, die bei viralen Zugriffen unkalkulierbar teuer werden können, bietet SmartMaps transparente B2B-Preismodelle. Das gibt Unternehmen Planungssicherheit für ihr Budget.

Fazit und Handlungsempfehlung

Sendungsverfolgung ist heute kein "Nice-to-have" mehr, sondern das Rückgrat einer modernen Lieferkette. Die Kombination aus intelligenter Hardware wie IoT-Sensoren und einer leistungsfähigen, datenschutzkonformen Visualisierung ermöglicht es Unternehmen, die Kontrolle über ihre Logistik zurückzugewinnen.

Empfehlung für den Start:

  1. Definieren Sie Ihren Bedarf: Geht es nur um den Ort (Standortbestimmung) oder auch um den Zustand der Ware?
  2. Achten Sie auf Integration: Die Tracking-Daten sollten via API direkt in Ihre bestehende Software fließen, nicht in ein isoliertes System.
  3. Setzen Sie auf Sicherheit: Wählen Sie Anbieter, die DSGVO-Konformität garantieren, um rechtliche Risiken und Probleme mit der Belegschaft zu vermeiden.

FAQs – die wichtigsten Fragen kurz beantwortet

Wie unterscheidet sich Tracking für B2B von der Paketverfolgung im B2C-Online-Handel?

B2B-Tracking ist oft komplexer, weil es nicht nur um den Status, sondern um exakte Geodaten, Zustandsüberwachung und die Integration in Just-in-Time-Produktionsprozesse geht.

Warum ist die "letzte Meile" beim Tracking so wichtig?

Die "letzte Meile" ist der teuerste Teil der Lieferung; präzises Tracking und Geocoding wie bei SmartMaps helfen hier, Adressfehler zu vermeiden und die Übergabe an den Kunden reibungslos zu gestalten.

Was passiert bei einem Funkloch mit den Tracking-Daten?

Professionelle Hardware wie etwa ein Datenlogger legt die Daten lokal im Zwischenspeicher ab und sendet das gesamte Paket nach, sobald wieder eine Netzverbindung besteht, sodass keine Lücken in der Historie entstehen.

Lohnt sich eine Sendungsverfolgung auch für kleinere Unternehmen?

Ja, denn schon die Einsparung weniger Service-Anrufe und effizientere Routenplanung gleichen oftmals schon die monatlichen Kosten für die Technologie aus.

Kann ich SmartMaps in meine eigene Firmen-App einbauen?

Ja, SmartMaps ist als API-Lösung konzipiert, die sich nahtlos als Whitelabel in eigene Apps, Webportale oder ERP-Systeme integrieren lässt, ohne dass der Endkunde das Branding des Kartenanbieters sieht. Wie eine Integration gelingen kann, finden Sie auch unter ASPION GmbH.

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Christopher Schmitt
Maps-Spezialist
Tel.: +49 721 9638-125
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